Aus der Geschichte unserer Gebäude.

Von Bädern und Duschen…


Mal kurz unter die Dusche springen oder sich zur Entspannung in die Badewanne legen – das war lange ein Luxus, den sich nur wenige leisten konnten.


Während Badezimmer mit Wanne und Waschbecken seit Ende des 19. Jahrhunderts in gehobeneren Kreisen zunehmend Einzug hielten, gab es Duschen damals nur in Sportanstalten, Kasernen oder beispielsweise auch in Waschräumen für Bergleute.

Für Otto Normalverbraucher hieß es deshalb noch lange, das Wasser auf dem Herd anheizen und dann rein in die extra zu diesem Anlass (meist einmal in der Woche) aufgestellte Zinkwanne – dabei musste ein Badewasser oft für die ganze Familie ausreichen. Oder man besuchte eine öffentliche Badeanstalt, mancherorts auch Volksbad genannt – wie es schon die alten Römer mit ihren Thermen zu tun pflegten.


Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Häuser mit Bad und WC geplant, in Altbauten integrierte man nachträglich Badezimmer in die vorhandenen Räumlichkeiten. Wo noch kein Warmwasseranschluss bestand, dienten große sog. Badeöfen zum Beheizen des Badewassers.


Auch bei unseren Projekten sehen wir Badezimmer aus unterschiedlichen Zeiten, wobei Einrichtung sowie Wand- und Bodenfliesen den damaligen Zeitgeschmack widerspiegeln – seien es eine Reihe Waschschüsseln in einem ehemaligen Kinderheim, alte Badeöfen, Emaille-Badewannen mit noch angedeuteten Löwentatzen, Bäder in Pastellfarben aus den 1960er, oder kräftige Farben der 1970er bis hin zu nobleren Einrichtungen aus den 1980/90er Jahren.