Ehem. Bauernhaus, Pfronten

Bergidylle im Achtal.


Die Geschichte des Anwesens (Haus, Hof und Garten) abseits von Pfronten reicht weit zurück.

Über das Grundstück fließt ein abgeleiteter Bachlauf der schon Ende des 16. Jhd. zum Betrieb einer Schmiede genutzt wurde. In den Archivunterlagen taucht der Begriff „Sensenschmiede“, „Pfannenschmiede“, „Sägenschmiede“, „Wasserschmiede“ und „Hammerschmiede“ auf, was den Antrieb eines Schmiedehammers mittels Wasserkraft bezeugt.


Das heutige Bauernhaus wurde 1704 als Ständerbohlenbau mit Flurküche erbaut. Das 2-geschossige Gebäude mit flachem Satteldach ist typisch für die ostallgäuer Bauweise. Im Laufe des 18. und 19. Jhd. wurden Veränderungen an der Dachkonstruktion vorgenommen, einige Bohlen wurden durch Mauerwerk ersetzt und kleine Bereiche wurden unterkellert. Der östliche Teil mit der Hauptgiebelfassade diente als Wohnbereich und der westliche Teil zum Hof mit Brennholzschuppen wurde als Scheune genutzt.


Ab 1928 war das Gebäude im Besitz der Familie Kloppenburg, die im „Landhaus Bergfriede“ Pensionszimmer an Feriengäste vermietete. Zuletzt hausten wilde Tiere in den leerstehenden Räumen. Nun wird das großzügige Anwesen mit dem denkmalgeschützten Bauernhaus umgeplant, sodass eine Wohnnutzung mit modernen Ansprüchen in idyllischer Natur und grandiosem Bergblick wieder möglich ist. Angestrebt wird eine energetische Versorgung durch die Wasserkraft des Bachlaufs, wie schon zu Beginn der Historie des Gebäudes.