Fromm-Haus, Bad Grönenbach

Ein Haus mit Geschichte im Herzen des Kurortes Bad Grönenbach.


Das Fromm-Haus, auch „Krämer- oder Hucklerhaus“ [1], befindet sich am westlichen Ende der Gasse, welche direkt auf den Marktplatz von Bad Grönenbach führt. Das historische, denkmalgeschützte Fachwerkhaus wurde im 18. Jh. errichtet. Nach den Uraufnahmen von 1822 wurde das Gebäude auch damals schon als Wohngebäude genutzt. [2]


Die Hauptfassade des Gebäudes fällt durch das rote Zierfachwerk auf. Das Erdgeschoss wurde massiv, teilweise in den Hang gebaut. Auf der Westseite befindet sich ein Nebengebäude, welches mit dem Fromm-Haus verbunden ist. Dieses Nebengebäude wurde bis 2003 gewerblich genutzt und steht nicht unter Denkmalschutz.

Die Geschossstruktur des Fromm-Hauses weist im Erdgeschoss, sowie im Obergeschoss einen Mittellängsflur auf, welcher vom Nordgiebel zum Südgiebel durchläuft. Das Gebäude ist teilweise unterkellert und durch einen Gang mit einem weiteren Gewölbekeller verbunden.


Das Herzstück des Gebäudes ist die vorhandene zweigeschossige Holztreppe mit gestemmten Tritt- und Setzstufen aus der Zeit um 1900/1910. Die gegenläufige Treppe in U-Form mit Halbpodesten erschließt das Gebäude vertikal vom Erdgeschoss bis zum ersten Dachgeschoss. Die beiden rot und weiß gestrichenen Geländer weisen eine moderne Form von Brettbalustern auf, wie sie eigentlich im Barock üblich waren. Das Obergeschoss wird zusätzlich über einen weiteren Hauszugang auf der hinteren Seite des Gebäudes erschlossen.


Im Zuge einer Gesamtrestaurierung wird das Gebäude denkmalpflegerisch restauriert. Hierbei entstehen zwei voneinander losgelöste Büroeinheiten. Diese werden räumlich, als auch konstruktiv so geplant, dass sie jederzeit, ohne große bauliche Eingriffe als Wohnungen funktionieren.



[1] https://geoportal.bayern.de/bayernatlas/?lang=de&topic=ba&bgLayer=historisch&catalogNodes=11&E=591313.15&N =5303069.23&zoom=14; letzter Abruf: 06.03.2022.


[2] Georg Buck, „Die Hausnamen von Grönenbach“, in: Memminger Geschichts-Blätter, Jg.10: Nr.4, Dezember 1924, S. 27.