Fuggermühle, Wasserburg

Restaurierung am Naturschutzgebiet Bichelweiher.


5km östlich von Lindau, in der Gemeinde Wasserburg, steht die sogenannte „Fuggermühle“.

Das ehemalige Mühlengebäude wurde 1598 von Graf Jakob III. Fugger (1542-1598) erbaut, nachdem er vom damaligen Grafen von Montfort, der auch sein Schwiegersohn war, die Herrschaft Wasserburg erwarb. Der Giebelbau mit rechteckigem Grundriss verbirgt hinter seinen Mauern einen Hochkeller und steht unter Denkmalschutz.


Die sog. „Fuggermühle“ bildet mit mehreren Gebäuden ein Ensemble am Bichelweiher und wurde bis 1880 mit einem unterschlächtigen Mühlrad mithilfe der Wasserkraft aus dem aufgestauten Weiher über einen zu der Mühle führenden Mühlkanal betrieben. Noch heute verläuft der Mühlkanal entlang der West-Seite des Gebäudes unterhalb der Garage. Von 1609 bis 1620 wurde in der Mühle eine Münzprägestätte betrieben. 1909 wurde sie durch dem Lindauer Architekten Josef Karl Kühlwein zu einem Wohnhaus umgebaut, der ebenso die danebenstehenden Gebäude errichtete. Das Herz des Hauses, der sog. „Wappenkeller“ zeichnet sich durch zwei gedrehte Holzsäulen, mit der Inschrift der Erbauung und hohen Balkendecken aus. Untersuchungen haben spannende Erkenntnisse hervorgebracht.


Heute, wie auch zukünftig, soll die Fuggermühle als Wohngebäude genutzt werden.

Ziel der Restaurierung ist eine nachhaltige Energieversorgung, die Wiederherstellung zugesetzter Fenster, sowie Austausch der Bestandsfenster nach historischem Vorbild.

Im Zuge dessen soll der Hochkeller von störenden Einbauten befreit, dauerhaft trockengelegt und zu einer wohnnahen Nutzung umgebaut werden.


Wir freuen uns, die spannende Restaurierung umsetzten zu dürfen!