Schloss Kaltenstein, Vaihingen an der Enz

Ein gut geschütztes Denkmal.


Auf der jahrhundertealten Anlage von Schloss Kaltenstein findet man heute noch Bauteile, die bis zu den Anfängen des Wahrzeichens von Vaihingen an der Enz zurückgehen und erkennen lassen, wie es vor feindlichen Angriffen geschützt wurde.


Die vier Schalentürme, die die äußere Zwingermauer begrenzen, wurden bereits im 15. Jahrhundert erbaut und sind so entlang der Mauer positioniert, dass Feinde schon von Weitem gesichtet werden konnten. Sie sind heute noch sehr gut erhalten und das erste, das die Besucher sehen, wenn sie das Schloss von Nordwesten erschließen.


Die 11 Meter hohe Mauer beim südöstlichen Eingang zur Schlossanlage ist sogar noch älter: Sie war Teil der Stadtmauer und wurde im 13. Jahrhundert erbaut, heute kann man noch gut den alten Wehrgang, Schießscharten und Treppenreste erkennen.


Eine Besonderheit, die man nicht direkt sehen kann, ist die sogenannte Kasematte östlich des Schlosses. Das schmale unterirdische Gewölbe zieht sich über eine Länge von fast 50 Metern und wurde vermutlich in den 1730er Jahren erbaut, um die Schlossbewohner vor feindlichem Beschuss zu schützen. Deshalb enthält sie auch zwölf Schießscharten, die auf die am wenigsten geschützte Stelle der Zwingermauer gerichtet sind. Auf der Oberfläche kann man den Verlauf des versteckten Gewölbes an den vier Lüftungsöffnungen erkennen, die aus dem Boden herausragen und den Pulverrauch aus dem Gewölbe abließ.


Mit der Gesamtrestaurierung und Umnutzung des Schlosses zu einem Hotel mit Gastronomie schreiben wir die Geschichte der „Krone der Stadt Vaihingen“ weiter und wollen die Schlossanlage weiterhin für diese und kommende Generationen erlebbar machen.