Von der Apotheke zum Ort der Begegnung

Die „Müller’sche Apotheke“ in Herrenberg.


Der große Stadtbrand im Jahr 1635 legte fast ganz Herrenberg in Schutt und Asche, insgesamt fielen ihm 270 Häuser zum Opfer. Danach wurde die Altstadt in ihrem heutigen Erscheinungsbild wieder aufgebaut – so auch die damaligen Häuser in der Nufringer Gasse 21 und 22 (heute Stuttgarter Straße 13).

Das 1635 errichtete Wohn- und Geschäftshaus in der Stuttgarter Straße 13, die sog. „Müller’sche Apotheke“ ist Teil eines Häuserzugs in der Fußgängerzone der Herrenberger Altstadt.


Das Gebäude besteht aus einem Vorder- und einem Hinterhaus mit Anbau, welche im Laufe der Zeit einige Änderungen erfahren haben.

Beim Hauptbau handelt es sich um einen zweigeschossigen Fachwerkbau mit gemauertem Kellergeschoss und Sockelbereich, sowie einem dreigeschossigen Satteldach. Der Anbau besitzt ein gemauertes Erdgeschoss und zwei Obergeschosse in Fachwerkbauweise mit Flachdach.

Ab 1816 war in dem Gebäude eine Apotheke untergebracht, die über die Jahre von verschiedenen Apothekern betrieben wurde.

Was einmal eine alte Apotheke war, soll zukünftig ein Ort der Begegnung werden. So entsteht in dem historischen Gebäude eine Mehrfachnutzung mit Bed and Breakfast, eine Location für Veranstaltungen sowie Mietwohnungen.


Zahlreiche alte Fenster und Türen, Treppen und Geländer sind Zeitzeugen der Geschichte des Gebäudes.

Ein ganz besonderes Schmuckstück stellen aber die zahlreichen erhaltenen Apotheker-Gegenstände dar – von Möbeln, über alte Herbarien, Reklametafeln und vieles mehr. Diese werden nach Möglichkeit in die spätere Einrichtung integriert und spiegeln dann trotz neuer Verwendung die jahrelange Nutzung des Gebäudes wider.


Aktuell ist der Konzeptentwurf abgeschlossen und es geht in die Abstimmung mit den Behörden und Ämtern.


Wir freuen uns auf ein spannendes Projekt mit viel Geschichte und Charme.