Tag des offenen Denkmals® -

Deutschlands größte Kulturveranstaltung für die Denkmalpflege.

Der Tag des offenen Denkmals® ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands.

Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich und legt das jährliche Motto fest.

Mit dem Tag des offenen Denkmals® schafft die Deutsche Stiftung Denkmalschutz große Aufmerksamkeit für die Denkmalpflege in Deutschland. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die unzähligen Veranstalter, die normalerweise diesen Tag gestalten und vor Ort aktiv sind, gehen in diesem Jahr neue Wege: Der Tag des offenen Denkmals® findet auf Grund der aktuellen Begebenheiten online statt und wartet mit einer Reihe virtueller Angebote auf Ihren Besuch. 

 

Unter dem diesjährigen Motto

Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.

laden wir Sie zu einer Online-Führung durch den „Alten Löwen“ in Ehningen ein.

Tag des offenen Denkmals® 
ist 2020 digital
Der Tag des offenen Denkmals® ist eine geschützte Marke der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
„Alter Löwe“, Ehningen

Das ehemalige Gasthaus „Alter Löwe“ in Ehningen wurde 1685 errichtet und zählt zu den wichtigsten Zeitzeugen der Ortsgeschichte von Ehningen. Der giebelständige Bau mit rechteckigem Grundriss verfügt über ein gemauertes Kellergeschoss, drei Fachwerk-Vollgeschosse und drei Dachgeschosse. Da das Gelände von Norden nach Süden abfällt, ist das Kellergeschoss von der südlich des Gebäudes liegenden Hofseite aus ebenerdig zu betreten.

Das wohl auffälligste Element an diesem Bau ist die für Süddeutschland eher ungewöhnliche zwei-geschossige Durchfahrt, die mittig durch das Gebäude von der Königstraße aus in den Hofbereich führt. Diese teilt das Erd- und das erste Obergeschoss in zwei Hälften, den Ost- und Westteil.
Das zweite Obergeschoss ist das erste durchgehende Geschoss über der Durchfahrt, welche in einen rückwärtig gelegenen Gartenbereich führt. Hier befand sich ehemals eine Scheune, die Teil des großen „Scheunengürtels“ von Ehningen war.

Die Nordseite weist eine aufwendige Fachwerkfassade mit geschweiften, genasten Streben, Andreaskreuzen und Rauten auf. Im zweiten Obergeschoss wird dort die Lage der Stube angedeutet: Das Fachwerk ist mit demselben Dekor versehen, wie ihn sonst nur das Giebeldreieck zeigt. Zusätzlich wird das Doppelfenster durch eine erkerförmige Ausführung, die von Konsolen getragen wird, betont.

Durch die an der prächtigen Fachwerkfassade des Alten Löwen angebrachte Inschrift sind sowohl die Erbauungszeit und der Bauherr als auch der ausführende Zimmermann bekannt. Diese besagt, dass Baltas Henge, Zimmermann zu Ehningen, im Jahre 1685 das Gebäude für den Bauherrn Franz Lutz erbaute. Der Krug und das Weinglas zeigen die ursprüngliche Funktion des Gebäudes als Gasthaus an. Die sich kreuzenden Äxte und der Zirkel sind die Handwerkszeichen des Zimmermanns. Abgeschlossen wird die Inschrift mit einer stilisierten Blume (siehe Fotografie oben).

Der gebürtig aus Gärtringen stammende Bauherr Franz Lutz war von Beruf Bäcker und mit der aus Ehningen stammenden Katharina König verheiratet. Das Gebäude wurde über mehrere Generationen der Familie weitergegeben und auch das Gasthaus weitergeführt. Schließlich war nach über 135 Jahren der letzte Besitzer Jakob Friedrich Lutz, der Ur-Enkel des Erbauers (1805 - 1822).

Dass es sich bei dem Alten Löwen um ein Gebäude von besonderer Wertigkeit handelt, wurde schon früh erkannt: So wurde der Bau bereits am 17. April 1928 in das Landesverzeichnis der Baudenkmale des Königreichs Württemberg aufgenommen und steht heute als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung unter Schutz (§28 DSchG BW).

Planunterlagen
Danke
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Zum Schluss -
ein herzliches Dankeschön.

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