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164 Suchergebnisse gefunden

  • Altstadtstraße 11, Eppingen

    Die Restaurierungsarbeiten sind abgeschlossen. Das sog. „Specht’sche Haus“ in der Altstadtstraße 11 steht giebelständig zur Altstadtstraße und begrenzt mit seiner Westseite den alten Rathaus- bzw. Marktplatz in der Eppinger Altstadt. Das Haus wurde laut einer dendrochronologischen Untersuchung 1556 erbaut und gilt als ein repräsentativer Renaissancebau der damaligen gehobenen Bürgerschicht. Der Gewölbekeller unter dem Haus ist einem, bereits aus dem 15. Jh. stammenden Vorgängerbau zuzurechnen. Über diesem Gewölbekeller erbaute man Mitte des 16. Jahrhunderts das jetzige Gebäude neu, wobei im Erdgeschoss noch Mauerreste des Vorgängerbaus verwendet wurden. Nachdem das Gebäude über 20 Jahre lang leer stand, begannen im Frühjahr 2023 die Restaurierungsarbeiten und nach knapp 18 Monaten Bauphase konnten im August 2024 die Schlüssel an den Eigentümer übergeben werden, und auch die ersten Mietwohnungen wurden bezogen. Das „Specht`sche Haus“ wurde, nach Absprache mit dem Denkmalamt, bis auf die historische Substanz entkernt und restauriert, wodurch vier neue Wohneinheiten entstanden. In der Gebäudelücke zwischen der Altstadtstraße 11 und dem rückwertigen Gebäude wurde ein Neubau errichtet, welcher die neue Erschließung - Treppenhaus und Aufzug - zu den einzelnen Wohnungen beherbergt. Durch die Errichtung des neuen Gebäudeteils erhielten drei der vier Wohnungen neben dem barrierearmen Zugang einen Außenbereich in Form einer Loggia oder Dachterrasse angrenzend zum Markplatz. Wir freuen uns, dass ein weiteres historisches Gebäude in der Eppinger Altstadt nun für künftige Generationen erlebbar und nutzbar ist.

  • Stein für Stein

    Update zur Translozierung der Rußhütte. Bereits mehrfach haben wir über die Rußhütte aus dem Forbachtal berichtet ( Pressetermin zum Start der Translozierung & Projektvorstellung ), und seit dem Baustart im März, hat sich viel getan. Das denkmalgeschützte Sandsteingebäude wurde Stein für Stein am alten Standort in der Stuttgarter Straße abgebaut, um Platz für die bevorstehende Straßenerweiterung zu machen. Im nahegelegenen Christophstal bekommt das geschichtsträchtige Gebäude ein zweites Leben und kann im Rahmen der Landesgartenschau ab Mai 2025 besichtigt werden. Bis dahin ist noch einiges zu tun, doch der schwierigste Teil ist schon geschafft: Das ehemalige Rußgwölbe, in dem im 19. Jahrhundert Ruß für die Herstellung von Lederpflegemitteln und Druckerschwärze gewonnen wurde, ist bereits wieder aufgebaut und auch die Wände des östlichen Bauabschnitts stehen. Dabei wurde jeder Stein an die exakt gleiche Stelle gesetzt, den er am alten Standort hatte.   Mehr zum Projekt und seinen einzigartigen Herausforderungen könnt ihr in einem Presseartikel nachlesen, der am 27.11.24 erschien:

  • Von der Vision zur Realität: So wird das Fuggerschloss Boos zu neuem Leben erweckt

    Häufig berichten wir von Restaurierungsprojekten, bei denen die Umsetzung scheinbar nicht vorankommt und die Gebäude unverändert bleiben. Der Grund dafür liegt oft in der umfangreichen und komplexen Planungsphase, die sich über mehrere Jahre erstrecken kann. Am Beispiel des Fuggerschlosses in Boos möchten wir zeigen, welche Schritte notwendig sind, bevor mit der eigentlichen Restaurierung begonnen werden kann. Bereits 2020 berichteten die Medien, dass wir ein Konzept zur Restaurierung des zunehmend verfallenden Fuggerschlosses erarbeitet haben, um das historische Gebäude wieder in voller Pracht erlebbar zu machen. Geplant war eine Nutzung mit Wohnungen in den Obergeschossen und Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. In den folgenden Monaten wurde der Entwurf konkretisiert: Es entstanden Pläne für 28 Wohneinheiten und sechs Gewerbeeinheiten, ergänzt durch ein Konzept zur Erhaltung und Restaurierung der Kapelle sowie deren Finanzierung. Untersuchung und Planung: die Grundlage jeder Restaurierung Bevor der Entwurf ausgearbeitet werden konnte, war eine intensive Untersuchung des Gebäudes erforderlich. Das Ensemble wurde mittels 3D-Laserscanning vermessen und detaillierte Bestandspläne erstellt. Im Rahmen der Schadenskartierung wurden alle Bauteile genau geprüft und größere Schäden durch Sicherungsmaßnahmen stabilisiert. Zusätzlich wurden Materialproben analysiert, Bodenuntersuchungen durchgeführt und ein Artenschutzgutachten erstellt. Da das Gebäude aufgrund neuer Nutzlasten und Materialermüdung besonderen statischen Anforderungen genügen muss, wurde ein gebäudetypologisches statisches Konzept entwickelt. Parallel dazu entstand ein komplexes Brandschutzkonzept, das eng mit dem Entwurf abgestimmt wurde und teilweise Sonderlösungen erforderte. Die Planung der technischen Gebäudeausstattung war ebenfalls ein zentraler Bestandteil: Sie musste vollständig neu konzipiert, an den Bestand angepasst und auf mögliche Kollisionen überprüft werden. Auch die Außenanlagen – bei einer Grundstücksfläche von fast 6000 m² – erforderten eine detaillierte Planung. Dabei wurde stets der Denkmalwert des Gebäudes berücksichtigt, weshalb alle Maßnahmen mit den zuständigen Behörden abgestimmt wurden. Die Finanzierung nahm ebenfalls viel Zeit in Anspruch, insbesondere die Beantragung von Fördermitteln. Präzise Planung als Erfolgsgrundlage Um Sicherheit bei den Kosten zu gewährleisten, erstellten wir eine vollständige Werk- und Detailplanung. Diese dokumentiert sämtliche Maßnahmen der Restaurierung und dient später als Grundlage für die ausführenden Handwerker. Ebenso wurde ein detaillierter Bauablaufplan entwickelt, in dem alle Gewerke zeitlich aufeinander abgestimmt sind. Da nicht alle handwerklichen Arbeiten intern ausgeführt werden können, erstellten wir umfangreiche Leistungsverzeichnisse für die Vergabe. Startschuss für die Bauphase Nach dieser intensiven Vorbereitung sind wir nun gut gerüstet und stehen in den Startlöchern. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Anfang 2025 geplant. Wir freuen uns auf eine spannende und herausfordernde Restaurierungsphase, die das Fuggerschloss zu neuem Leben erwecken wird.

  • Baustellenbericht zum historischen Rathaus Merklingen

    Unsere Auszubildende berichtet: Wie im vorherigen Blogbeitrag bereits erläutert ist das rund 400 Jahre alte Rathaus von Merklingen ein wertvolles kulturelles Erbe der Region und liegt direkt im Herzen von Weil der Stadt - Merklingen. Die Fassade und das Dachtragwerk des Rathauses werden gründlich instandgesetzt, um die historische Substanz zu erhalten und die Sicherheit für den umliegenden Bereich zu gewährleisten. Die Restaurierung ist notwendig, da umfangreiche Schäden festgestellt wurden, die teils erhebliche Verformungen im Gebäude verursacht haben und die Stabilität gefährden. Im Rahmen ihrer Ausbildung zur Bauzeichnerin besuchte unsere Auszubildende Florina, die sich im dritten Lehrjahr befindet, die Restaurierungsbaustelle, um einen detaillierten Baustellenbericht zu verfassen, der den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten dokumentiert. Sie berichtet in ihrem Baustellenbericht zudem über besondere Funde, welche während der Arbeiten gemacht wurden: Ein Relikt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs – eine Lebensmittelkarte, die damals zur gerechten Verteilung knapper Lebensmittel diente. Solche historischen Funde bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit des Gebäudes und erinnern an die Menschen und deren Lebensumstände, die einst hier lebten. Die Restaurierung des Merklinger Rathauses ist ein bedeutendes Projekt für die Gemeinde. Es dient nicht nur dazu, die historische Substanz zu bewahren, sondern bildet auch die Grundlage für die Entscheidung des Gemeinderats über den weiteren Erhalt historischer Bauwerke. Florinas Baustellenbericht wird dazu beitragen, den Fortschritt und die Herausforderungen der Sanierung anschaulich zu dokumentieren.

  • Restaurierung des historischen Rathauses Merklingen

    Das rund 400 Jahre alte Rathaus von Merklingen ist ein herausragendes Beispiel für den Erhalt bedeutender Baudenkmäler. Das Gebäude, dessen Dach und Fassade saniert werden, liegt im Herzen von Weil der Stadt - Merklingen und stellt ein wertvolles kulturelles Erbe der Region dar. Im Rahmen der beauftragten Restaurierungsmaßnahmen werden beschädigte Holzelemente freigelegt und fachgerecht instandgesetzt. Dazu zählen Schäden an der Dachkonstruktion und am Fachwerk, die vor allem durch eindringende Feuchtigkeit verursacht wurden. Alle Arbeiten erfolgen mit besonderer Rücksicht auf die historische Bausubstanz, um den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu bewahren. Aktuell wird das Dach abgedeckt, und alle Verkleidungen am Fachwerk sowie die Farbschichten werden entfernt. Dadurch kann die Restaurierung des Dachstuhls und des Fachwerks präzise und fachmännisch durchgeführt werden. Um möglichst viel von dem alten Holz zu erhalten, kommen sogenannte „Holzprothesen“ zum Einsatz. Dabei wird das beschädigte Holz bis ins gesunde Material zurückgeschnitten und mit neuem Bauholz kraftschlüssig verbunden, unter Verwendung von Zapfen und Holzdübeln. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass die Restaurierungsarbeiten während des laufenden Rathausbetriebs durchgeführt werden. Dies erfordert eine sorgfältige Planung, um den reibungslosen Ablauf des Tagesgeschäfts mit den Bauarbeiten in Einklang zu bringen. Die Fertigstellung der Restaurierung ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen. Das Projekt unterstreicht die Bedeutung von Achtsamkeit und Respekt im Umgang mit historischen Bauten. Es werden nachhaltige Materialien wie abgelagertes Bauholz und spezielle Mörtel verwendet, um das historische Gebäude auch für kommende Generationen zu erhalten.

  • Energetische Ertüchtigung an Bestandsfenstern

    Mit einer durchdachten Planung zum Erfolg. Die energetische Sanierung historischer Fenster hat bei Planern und Bauherren bei der Konzeption und Restaurierung eines Gebäudes einen hohen Stellenwert. Eine durchdachte Planung spart hier bares Geld. Ein probates Mittel zur Verringerung der Zugluft zwischen Fenster- und Flügelrahmen ist das Einbringen einer Zugluftdichtung. Die schlauchförmige Dichtung wird mittels Spezialfräse in den Rahmen oder Flügel eingefräst, wobei der Eingriff in die Substanz minimal ist (Foto 1+2). Ein weiterer Schwachpunkt ist die dünne Einscheibenverglasung, oft nur 2-3 mm dick, mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von 5-6 W/m²K. Hier gibt es die Möglichkeit, ein neues, denkmalgerechtes Isolierglasfenster innen vorzusetzen, was das historische Fenster in ein Kastenfenster umwandelt. Der Nachteil sind die hohen Kosten, da sowohl das historische Fenster restauriert als auch das neue innliegende Fenster bezahlt werden muss (Foto 3+4). Eine wesentlich günstigere und effektive Möglichkeit ist das Anbringen einer Energiesparvorsatzscheibe aus K-Glas auf der Innenseite des historischen Fensterflügels. Das Glas wird infrarotreflektierend mit Metalloxid pyrolytisch beschichtet, wodurch ein Wärmedurchgangskoeffizient von ca. 1,7 W/m²K erreicht werden kann. Die Gläser werden mit zurückhaltenden (Dreh-) Beschlägen direkt auf den Flügelrahmen aufgebracht und fallen optisch kaum auf (Foto 5+6, 7( Quelle Kramp&Kramp_Lemgo )). Als dritte Variante können die Gläser durch Sonder- oder Vakuumisolierverglasungen ausgetauscht werden. Der Nachteil dieser Varianten liegt im höheren Gewicht, das die Last auf die Beschläge erhöht, sowie in der Notwendigkeit, die Glasfälze auszufräsen, zu vertiefen, zu verbreitern oder aufleisten zu müssen. Wenn historisch bedeutsame Gläser vorhanden sind, sollte aus Gründen des Substanzerhalts auf diese Variante verzichtet werden. Es gibt also vielfältige Lösungsansätze, die den Wärmeschutz an Fenstern erheblich verbessern und auf aktuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind, ohne massiv in die Substanz einzugreifen. Welches Mittel am Ende zum Einsatz kommt, wird von Fall zu Fall unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren entschieden.

  • Königsstraße 27, Ehningen

    Machbarkeitsstudie für ein beeindruckendes Gebäude. Für das neue Projekt Königstraße 27 in Ehningen soll im Rahmen einer Planungs- und Restaurierungskonzeption eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Der klassizistische Putzfachwerkbau – der nicht unter Denkmalschutz steht – besteht aus zwei Vollgeschossen sowie einem zweigeschossigen Dachstuhl, dessen erstes Geschoss ebenfalls ausgebaut ist. Da das Gebäude im Katasterplan von 1830 bereits vorhanden ist, wird von einer Erbauung um diese Zeit ausgegangen. Der Gesamteindruck des Gebäudes lässt zudem auf eine wohlsituierte Bauherrschaft schließen.   Das Obergeschoss bietet mit den ca. 2,80m hohen Räumen und den teils mit Stuck verzierten Decken einen Blick in das Gebäude zum Zeitpunkt seiner Errichtung: neben den historischen Türrahmen und -blättern ist in zwei der von Beginn an beheizbaren Räumen der Brüstungstäfer noch vollständig erhalten. Von hoher baugeschichtlicher Bedeutung sind die vom Flur aus begehbaren Heizkammern mit vollständig geschlossener Rauchabführung, von welchen aus die Stubenöfen beheizt wurden. Dieses Element wurde der Schlossbaukunst entnommen und zeugt vom hohen Anspruch des Bauherren. Das Dachgeschoss zeigt leider eine Vielzahl an zerstörten Bauhölzern durch einen erheblichen Hausbock- und Nagekäferbefall. Der Dachstuhl muss daher vollständig erneuert werden, nicht zuletzt auch aufgrund der oft unterdurchschnittlichen Holzstärke, welche vom Bauholzmangel in den Jahrzehnten um 1800 zeugt. Das Erdgeschoss wurde in den 50er Jahren umgebaut und erhielt im Zuge dessen große Schaufensterflächen. Es beinhaltet eine Ladeneinheit mit Nebenräumen, und präsentiert sich mit der teilweise erhaltenen Ausstattung der 50er Jahre als Kontrast zum Obergeschoss. Eine große Besonderheit des Gebäudes ist der durch seine Größe beeindruckende Gewölbekeller. In Sandstein errichtet erstreckt sich dieser über die gesamte Gebäudelänge und erreicht an der höchsten Stelle eine Höhe von 3,80m. An der Rückseite des Gebäudes befindet sich ein eingeschossiger Anbau, welcher sich jedoch in einem schlechten Zustand befindet. Von dort aus erschließt eine Kellertreppe den Heizraum sowie die Gewölbekeller, welche jedoch auch von der Straßenseite aus betreten werden können.   Das Ziel der Machbarkeitsstudie wird neben der Erstellung eines Entwurfes auch eine Aussage über eine wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes sein. Erste Entwurfsideen sehen unter anderem den Abriss der Anbauten im hinteren Bereich, sowie einen neuen außenliegenden Erschließungskern mit Aufzug vor.

  • Oberes Tor, Rot an der Rot

    Interessantes Fundstück. Das unter Denkmalschutz stehende „Obere Tor“ war Teil der ehemaligen Klosteranlage der Prämonstratenser-Reichsabtei Rot an der Rot und zugleich einer von zwei Eingängen in das Klosterareal. Das jetzige Erscheinungsbild des Oberen Tors geht auf einen Neubau aus dem Jahr 1714 zurück. Das Obere Tor wurde im Inneren im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut und an die unterschiedlichen Nutzungsanforderungen angepasst. Der Gemeinde Rot fehlt derzeit sowohl eine erste Anlaufstelle für den Tourismus als auch ein zentraler Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger. Durch das Projekt „Revitalisierung des Oberen Tores zu einem Treffpunkt für Bürger und Gäste“ soll das Gebäude wieder mit Leben gefüllt werden. Geplant sind hier Nutzungen wie Gästeinformation, Vereinsräume und ein Ortskundemuseum. Im Zuge der Schadenskartierung im Oberen Tor wurde in den Deckenbalken das Fragment der Darstellung eines Tanzbärenhalters gefunden. Möglicherweise stammt diese Illustration aus einem Schulbuch und damit aus der Zeit der Nutzung des Oberen Tores als Schulgebäude aus dem 19. Jahrhundert. Ein Tanzbär ist ein Bär, der dressiert wurde, auf Kommando tanzähnliche Bewegungen auszuführen. Vorführungen mit abgerichteten Braunbären auf öffentlichen Plätzen und für geschlossene Gesellschaften waren in Europa vom Mittelalter bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts üblich. Die nahezu überall als Tierquälerei verbotene Praxis gibt es heute noch vereinzelt in Südost- und Osteuropa und mit Lippenbären in Indien. Die Tanzbärenhalter waren meist fahrende Schausteller, die mit Trickspielern, Seiltänzern und Spaßmachern eine kaum geachtete bunte Truppe bildeten und für wenige Tage in einer Stadt auftauchten.

  • Erfolgreiche Prüfungsvorbereitung für die Zimmerer-Ausbildung

    Eine gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Gesellenprüfung. Aus diesem Grund unterstützen wir unsere Auszubildenden eingehend, damit sie bestens auf ihre Prüfungen vorbereitet sind. Die Prüflinge des dritten Lehrjahres erhalten die Möglichkeit, sich während der Arbeitszeit zwei Tage lang intensiv auf die praktische Prüfung vorzubereiten. Diese Vorbereitung wird von zwei erfahrenen Zimmerermeistern begleitet, die den Lernprozess unterstützen und wertvolle Tipps geben. Die Gesellenprüfung besteht aus schriftlichen und praktischen Teilen. Dabei werden Themen wie Konstruktions- und Werkstoffkunde, Bauphysik, Statik sowie das Lesen und Erstellen von Zeichnungen behandelt. Ein wesentlicher Aspekt der praktischen Prüfung ist das Schiften und Aufreißen eines Dachstuhls, welcher anschließend ausgearbeitet und in der Werkstatt aufgerichtet wird. Die Berechnung und Zeichnung einer Treppe, einschließlich aller Verbindungsmittel, gehört ebenfalls zu den Prüfungsinhalten. Damit wir unsere Azubis optimal auf den Beruf im Zimmererhandwerk vorbereiten, bieten wir während der gesamten Ausbildung alle drei Monate einen Jour Fixe in Form eines Workshops an. In diesem werden spezifische Themen behandelt, welche, auf die zum großen Teil besonderen Anforderungen, in der Baudenkmalpflege abgestimmt sind. Dabei geht es beispielsweise um die interne Aufnahme und Zeichnung von Gebäuden, die Planung von Leitungsführungen in historischen Bauten sowie die Vorgehensweise bei der Schadenskartierung, es werden Führungen durch Fachwerkhäuser angeboten, oder dendrochronologische Untersuchungen an historischen Gebäuden durchgeführt. Diese Vorgehensweise hat sich auch in diesem Jahr wieder bewährt! Wir freuen uns sehr, bekanntzugeben, dass unsere drei diesjährigen Absolventen ihre Gesellenprüfungen mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen haben: Miriam, Benedict und Florian sind unter den 4 besten Prüflingen. Diese Leistung ist ein beeindruckender Beweis für ihr großes Engagement und die hohe Qualität der Ausbildung bei uns im Hause. Wir gratulieren herzlich zu diesem großartigen Erfolg!

  • Vorbereitung der Sölde aus Deiningen für den Wiederaufbau, FLM Illerbeuren

    Aktuell wird im Geschäftsfeld Translozierung die Sölde aus Deiningen für den Wiederaufbau im Freilichtmuseum in Illerbeuren vorbereitet. Eine Sölde ist der Hof eines „Söldners“, der von seiner kleinen Landwirtschaft allein nicht leben konnte und zusätzlich als Handwerker oder Tagelöhner arbeiten musste. Der Gebäudetyp umfasst einen Wohnteil mit angeschlossenem Stall und Scheune, jeweils in überschaubarer Größe. Dendrochronologische Untersuchungen datieren die Sölde Deiningen auf das Ende des 17. Jahrhunderts (ca. 1660). In der Restaurierungshalle wurde zusätzlich ein 3D-Aufmaß erstellt, um den unteren „Fußabdruck“ des Gebäudes und die historischen Bauteile exakt zu erfassen. Diese Daten bilden die Grundlage für die Planung des neuen, geometrisch komplexen Rohbaus, auf dem das Gebäude am neuen Standort platziert werden soll. Dieser Arbeitsschritt stellt sicher, dass das Absetzen und Fügen der einzelnen Bauteile am neuen Standort reibungslos und ohne Verzögerungen auf der Baustelle erfolgen kann.

  • Aus der Geschichte unserer Gebäude:

    Ehemaliger Gasthof "Adler" in Reinstetten - Ein Blumenkranz für die Ewigkeit Der Gasthof zum Adler, an der Hauptstraße in Ochsenhausen-Reinstetten gelegen, fällt durch seine stattliche Größe und seine anspruchs- und fantasievolle Fassadengestaltung ins Auge. Seit etwa 20 Jahren steht der „Adler“ nun leer, nachdem er zuvor durchgehend als Gasthaus (erbaut 1866) mit einer zugehörigen Brauerei (erbaut 1859, Brauereibetrieb bis in die 1960er Jahre) genutzt wurde. Derzeit arbeiten wir an einem ersten Konzeptentwurf, um dem „Adler“ wieder eine gesellschaftliche Funktion zu geben und seine Geschichte somit weiterzuführen. Im Rahmen dieses Projektes, stießen wir auf ein interessantes Fundstück: Zunächst wie ein ovaler Draht- und Metallwirrwarr erscheinend, entpuppte sich das Objekt bei näherem Hinsehen als ein Kranz aus Metallblumen mit grünen Blättern und Vergissmeinnichtblüten. Bereits die Römer kannten künstliche Blumen aus Metall, und besonders im 18. Jahrhundert wurde Pflanzen- und Blumendekoration in Vasen und Töpfen aus Metall wieder populär. Auch in Kirchen als sakraler Schmuck an Altären waren sie beliebt, und zu Allerheiligen oder Gedenktagen wurden solche Kränze gerne als Grabschmuck verwendet. Wahrscheinlich diente auch dieser Metallblumenkranz, der in einer Schachtel im Dachgeschoss des „Adler“ gefunden wurde, diesem Zweck. Auf seiner Rückseite sind noch Spuren seiner ursprünglichen Farbigkeit zu erkennen. Es ist gut möglich, dass er in der Firma Otto Schlee in Biberach hergestellt wurde, die aus einer 1860 gegründeten Flaschnerei hervorging und mehrere Jahrzehnte erfolgreich produzierte. Neben dem Verkauf vor Ort wurden die Produkte auch über Zwischenhändler im ganzen Land vertrieben, die Zeichnungen und Preislisten zur Verfügung hatten. Sogar in Berlin und Hamburg betrieb die Firma Musterlager, dennoch musste sie 1931 hochverschuldet schließen.   Besuchen Sie uns am Sonntag, den 08. September, dem Tag des offenen Denkmals, von 11-16 Uhr im ehemaligen Gasthof „Adler“ in Reinstetten, und tauchen Sie bei den Führungen in dessen spannende Geschichte ein.

  • Tag des offenen Denkmals© 2024

    Bald ist es wieder so weit: Der Tag des offenen Denkmals© findet unter dem Motto " Monumente - Zeitzeugen der Geschichte" am Sonntag, den 08.09.2024 statt. Bild 1: Ehemaliges Gasthaus Adler in Reinstetten | Bild 2: Linsenhofer Straße 5&7 in Beuren | Bild 3: Besucherandrang beim Tag des offenen Denkmals©2022 Dieses Jahr öffnen wir gleich zwei Projekte: Das ehemalige Gasthaus Adler in Reinstetten-Ochsenhausen und die Linsenhofer Str. 5 u. 7 in Beuren. Beide Objekte sind auf ihre eigene Art und Weise Zeitzeugen der Geschichte und haben viel zu berichten. Unsere BauleiterInnen, ArchitektInnen und HistorikerInnen geben spannende Führungen durch die Gebäude. Dabei wird nicht nur Historisches erläutert, sondern auch, wie wir Denkmalschutz, historische Bausubstanz und moderne Nutzung miteinander verbinden. Die Anmeldungen zu den Führungen beginnen an den jeweiligen Standorten um 10:30 Uhr, die Gruppengrößen sind begrenzt, daher muss eventuell mit Wartezeiten gerechnet werden. Die erste Führung beginnt um 11:00 Uhr, die letzte Führung um 16:00 Uhr. Und auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Bitte achten Sie auf festes Schuhwerk.

  • Zahlreiche Besucher beim Tag des offenen Denkmals© 2024

    Bild 1-4: Interessierte Besucher im Gasthaus Adler in Reinstetten | Bild 5: Die Verpflegung durch den Reit- und Fahrverein Reinstetten e.V. ließ keine Wünsch offen | Bild 6-8: Besucher bei den Führungen in der Linsenhofer Straße 5&7 in Beuren Am vergangenen Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, öffneten wir für unsere Besucher die Türen zweier Projekte: die Gebäude in der Linsenhofer Straße 5 und 7 in Beuren, sowie das ehemalige Gasthaus Adler in Reinstetten. Beide Veranstaltungen stießen auf großes Interesse, insgesamt nutzten über 650 Besucher die Gelegenheit sich während der Führungen in die Historie des Adlers einführen zu lassen, in Beuren waren es mehr als 120 Personen, die Interesse an den Gebäuden hatten. Die Linsenhofer Straße 5 und 7, zwei der beeindruckendsten historischen Gebäude in Beuren, gaben den Besuchern einen Einblick in die Herausforderungen, die mit der bevorstehenden Gesamtrestaurierung der alten Bausubstanz einhergehen. Auch wenn die Arbeiten noch nicht begonnen haben, konnten sich die Interessierten vor Ort bereits ein Bild davon machen, welche Maßnahmen geplant sind, um die Gebäude für die Zukunft zu bewahren. Während der Führungen wurde erläutert, wie der historische Charakter der Gebäude während der Restaurierung erhalten und gleichzeitig beide Gebäude modernsten Wohnanforderungen gerecht werden sollen. Der „Adler“ in Reinstetten, ein ehemaliger Gasthof mit jahrhundertealter Geschichte, befindet sich ebenfalls noch in der Planungsphase. Hier soll eine neue Ortsmitte entstehen. Die Besucher zeigten großes Interesse an den Plänen, dieses bedeutende Bauwerk vor dem Verfall zu retten und wieder mit neuem Leben zu füllen. Viele nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und mehr über den Wert und die Bedeutung des Denkmalschutzes zu erfahren und um in Erinnerungen, die sie mit dem Gasthof verbinden, zu schwelgen. Die Veranstaltung zeigte deutlich, wie wichtig der Erhalt alter Gebäude als kulturelles Erbe ist. Sie dienen nicht nur als Wahrzeichen unserer Städte und Dörfer, sondern auch als wertvolle Zeitzeugen, die Geschichten vergangener Epochen erzählen. Die Gespräche mit den Besuchern bestätigten, dass viele die Bedeutung solcher Projekte für das Gemeinschaftsgefühl und die Identität unserer Gesellschaft erkennen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Tages und der positiven Resonanz der Besucher. Auch wenn die Bauvorhaben noch nicht begonnen haben, war es eine wertvolle Gelegenheit, das Bewusstsein für den Denkmalschutz zu schärfen und das Engagement für die Bewahrung historischer Gebäude zu präsentieren. Das große Interesse ermutigt uns, weiterhin mit vollem Einsatz daran zu arbeiten, diese wichtigen Bauwerke zu erhalten und ihre Geschichten für zukünftige Generationen lebendig zu halten, ganz nach unserem Motto „Träume bewahren. Großes bewegen.“. Ein besonderer Dank an die Gemeinde Beuren für ihre Unterstützung und an den Reit- und Fahrverein Reinstetten e.V. für die tolle Verpflegung an diesem rundum gelungenen Tag.

  • Altstadtstraße 11, Eppingen

    Tradition verschmilzt mit Moderne. Nach einer Bauzeit von knapp 15 Monaten nähert sich das Ende der Restaurierungsarbeiten, und bereits jetzt ist abzusehen, dass das Gebäude bald wieder mit Leben erfüllt sein wird. Die Restarbeiten sind in vollem Gange: die Böden und Decken sind nun geschlossen, die Wände beinahe vollständig verputzt, und die Bodenbelagsarbeiten haben begonnen. Schon ab Juli 2024 werden die ersten Bewohner erwartet. Das Gebäude wird insgesamt vier Wohnungen beherbergen, die durch einen Neubau im hinteren Teil erschlossen werden. Diese Wohnungen sind sowohl über eine Treppe als auch über einen Aufzug erreichbar. Zusätzlich werden drei der vier Wohnungen durch den Neubau mit einer kleinen Loggia oder Dachterrasse ausgestattet, die mitten in der Altstadt von Eppingen liegt. Diese Neugestaltung wurde ermöglicht, als vor einigen Jahren durch den Abriss zweier Gebäude eine Baulücke entstand. Schritt für Schritt wachsen Alt- und Neubau zusammen, wobei das Denkmal weiterhin im Mittelpunkt steht und somit auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil der Eppinger Altstadt bleibt.

  • Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg

    Wir wurden mit dem 2. Platz ausgezeichnet in der Kategorie Städtebau und Stadtentwicklung. Die Arealentwicklung inklusive Energiekonzept „Neue Ortsmitte Walddorfhäslach“ wurde mit der höchsten Auszeichnung des Landes für beispielhaftes Bauen, dem renommierten Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg 2024, in der Kategorie Städtebau / Stadtentwicklung ausgezeichnet. Die Preisübergabe fand am 25. Juni 2024 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart im festlichen „König-Karl-Saal“ im Beisein von der Baden-Württembergischen Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi (CDU) und dem Jury-Vorsitzenden Reiner Nagel, Vorsitzender der Bundesstiftung Baukultur in Potsdam, statt. Minister Razavi verdeutlicht, dass „mit dem Staatspreis Baukultur eine neue Umbaukultur im Land gefördert wird. Das ist in diesen Zeiten, in denen der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum groß ist, besonders wichtig. Wir müssen das Um- und Weiterbauen besonders in den Blick nehmen, wenn wir unsere Städte und Gemeinden lebendig weiterentwickeln wollen. Die nominierten Projekte stellen sich dieser Herausforderung: Sie widmen sich dem Um- und Weiterbau von Gebäuden, Flächen und Quartieren, mit einem ganzheitlichen Ansatz. Damit setzen sie wichtige baukulturelle Impulse. Mit dem Staatspreis Baukultur wollen wir diese Impulse verstärken und in die Breite tragen“. Auf dem Areal „Neue Ortsmitte Walddorfhäslach“ befinden sich sechs denkmalgeschützte Gebäude, die in den letzten Jahren (2018-2022) sorgsam restauriert wurden, und die nun mit ihren verschiedenen Nutzungsarten, den Dorfkern wieder als zentralen Treffpunkt der Gemeinde revitalisieren. So beherbergen die Denkmalgebäude Praxen und ein Kulturcafé und werden von der Gemeinde selbst als Rathaus, Bürgerbüro, Trausaal und Mediathek genutzt. Gleichzeitig wurde auf der angrenzenden Brachfläche durch vier Neubauten Wohnraum mit insgesamt 27 Einheiten geschaffen. Unter den Neubauten wurde ein Erdsondenfeld realisiert und jedes der vier Dächer mit einer PV-Anlage ausgestattet. Weiter besitzt jedes Gebäude eine eigene Wärmepumpe, die aus dem gemeinsamen Erdsondenfeld gespeist wird und mit dem eigenen PV-Strom betrieben wird. Die dadurch gewonnene Energie versorgt nicht nur die Neubauten, sondern auch die angrenzenden historischen Gebäude. Somit war es erstmalig in Deutschland möglich, ein innerörtliches historisches Denkmalensemble mit erneuerbaren Energien dezentral vor Ort emissionsfrei zu versorgen. Zusammen mit unserem Contracting-Partner des Nahwärmenetzes, der JaKo Energie GmbH, sind wir der Ansicht, dass der Schlüssel zur Energiewende in der ganzheitlichen Betrachtung von Quartieren liegt, in den die unterschiedlichen Nutzungen aber auch die unterschiedlichen Gebäude Ihren Beitrag dazu leisten. „Das Projekt stellt mit seinem ganzheitlichen Ansatz aus Sanierung und baulicher Ergänzung, aus gemeinschaftsorientierten Nutzungen und Wohnen sowie einem innovativen energetischen Konzept überzeugend unter Beweis, wie die Ortsmitte einer kleinen Gemeinde aktiviert und den Ansprüchen an eine identitätsstiftende Baukultur Rechnung getragen werden kann,“ so die Jury. Wir freuen uns und sind stolz, diese bedeutende Auszeichnung erhalten zu haben und danken allen Mitwirkenden für die harte Arbeit und Expertise. Ohne diese Hingabe wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Gemeinsam werden wir noch viele weitere Meilensteine erreichen und unsere Vision von nachhaltiger und lebenswerter Baukultur verwirklichen, ganz nach unserem Motto: "Träume bewahren. Großes bewegen.“ Pressebericht des SRW zu unserer Auszeichnung:https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/staatspreis-baukultur-fuer-tuebingen-und-walddorfhaeslach-100.html Offizielle Mitteilung des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen: https://www.baukultur-bw.de/initiativ/staatspreis-baukultur-bw-2024/anerkennungen/neue-ortsmitte-in-walddorfhaeslach/ Offizielles Vorstellungs-Video des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen der „Neuen Ortsmitte Walddorfhäslach“: https://www.youtube.com/watch?v=Qxm8x6YcLXg&list=PL9v9M2bsIgfDylB5Lmbp0lgGBI8GU3MOl Artikel der Schwäbischen Zeitung: https://www.schwaebische.de/regional/biberach/biberach/jako-baudenkmalpflege-erreicht-zweiten-platz-beim-staatspreis-baukultur-2653476

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