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- Neues Leben in alten Mauern
Das ehemalige Gasthaus Ochsen in Erlenmoos ist fertiggestellt. Nach knapp 22 Monaten Bauzeit ist es endlich so weit: Die Restaurierungsarbeiten am ehemaligen Gasthaus Ochsen sind abgeschlossen und es herrscht bereits emsiges Treiben, denn Anfang September öffneten sowohl das Rathaus als auch die Bäckerei Ruf erstmals ihre Türen im neuen Gebäude. Die Räumlichkeiten vereinen nun geschickt den Charme vergangener Epochen mit modernen Annehmlichkeiten: So zeigt sich der restaurierte Dachstuhl in voller Pracht, die historischen Fenster und Türen haben ihren angestammten Platz wieder eingenommen und auch im Bürgermeisterzimmer ist der restaurierte Boden wieder an Ort und Stelle. Weiter stellen die sorgsam restaurierten Stuckdecken ein besonderes Highlight dar. Neben den historischen Elementen wurden auch einige moderne Ergänzungen vorgenommen; so ermöglicht ein Aufzug die barrierefreie Erschließung aller Etagen. Die Außenanlagen wurden rechtzeitig zum Einzug fertiggestellt. Ein großer Platz mit einer Brunnenanlage lädt zum Verweilen ein, und die Bäckerei kann nun auf ihrem Freisitz zusätzliche Gäste bewirten. Wir wünschen der Gemeinde und der Bäckerei viel Freude mit dem neuen, „alten“ Gebäude und hoffen, dass es ein Ort der Begegnung und des Wohlgefühls für alle wird. Ein kurzer Videobericht des regioTV zum Gasthaus Ochsen: https://www.regio-tv.de/mediathek/video/das-wurde-aus-dem-ehemaligen-gasthof-ochsen-in-erlenmoos/
- Aus der Geschichte unserer Gebäude
Buntglasfenster der Nachkriegszeit im „Grünen Baum“ in Erligheim Buntglasfenster erlebten ihre Blüte vor allem in der Gotik, wo sie zum Bildprogramm der gotischen Kathedralen gehörten. Seit dem Spätmittelalter schmückten sie auch profane Gebäude, wie Zunftstuben und die Wohnhäuser der reicheren Bürger. Während sie im Barock verpönt waren, als die Räume von Licht durchflutet sein sollten, erfreuten sie sich dann im 19. Jh. in der Strömung des Historismus und auch des Jugendstils wieder zunehmender Beliebtheit. Auch in unserem Gesamtrestaurierungsprojekt „ehemaliges Gasthaus Grüner Baum“ (wir berichteten https://www.jako-baudenkmalpflege.de/post/areal-gr%C3%BCner-baum---gro%C3%9Fe-scheuer) in Erligheim haben sich zahlreiche Fenster mit Buntglasscheiben erhalten, die im Zuge der Umbaumaßnahmen 1946 eingesetzt wurden. Sie zeigen figürliche Szenen wie z.B. Jäger, Liebespaare oder Szenen der Weinernte, z.T. mit Volksliedzeilen untertitelt. Interessanterweise kopieren diese Buntglasscheiben keinen Kunststil, wie z.B. damals gern die Renaissance, sondern weisen einen modernen, der Zeit entsprechenden Stil auf. Bei näherem Hinsehen entdeckten wir die Firmensignatur „Emil Gaisser Glasmalerei Stuttgart“ sowie zwei Künstlermonogramme. Die Recherche ergab, dass die Nachfolgefirma inzwischen in Esslingen ansässig ist, und durch deren Hilfe konnten auch die zwei Künstler (Bendorf und Klaiber) identifiziert werden. Im dortigen Archiv fand man sogar noch vier Entwurfszeichnungen zu den Fenstern in Erligheim. Bis heute zieren diese Buntglasscheiben die Fenster im ehemaligen Gastraum im Erdgeschoss sowie im großen Saal im Obergeschoss des „Grünen Baums“. Erstaunlicherweise konnte der Großvater des letzten Eigentümers bereits so kurze Zeit nach Kriegsende sich diese Fenster im Rahmen der Umbaumaßnahmen leisten. Abbildungsnachweis: Abb. 1, 2, 3 und 5: Glasfenster im ehem. Gasthof Grüner Baum in Erligheim, Foto JaKo Baudenkmalpflege GmbH Abb. 8: Signatur „Emil Gaisser, Glasmalerei Stuttgart“ auf einem der Fenster, Foto JaKo Baudenkmalpflege GmbH Abb. 4, 6 und 7: jew. Entwurfszeichnung zu den Fenstern, Fa. Gaiser & Fieber, Esslingen
- Trimble Nova – die Komplettlösung für die Gebäudetechnik
Trimble Nova ist eine Darstellungs- und Berechnungs-Software für die ganzheitliche Abwicklung von Haustechnik-Projekten. Unsere technische Abteilung nutzt diese Software, um damit ein Gebäude zu erfassen und anschließend die notwendige Heizleistung für das Gebäude und die Dimensionierung der Heizungs- sowie Trinkwasserleitungen zu berechnen. Mit Hilfe einer Modellier-Funktion ist es möglich, das erfasste Gebäude als 3D-Modell darzustellen. Dies minimiert Fehlerquellen und ermöglicht ein genaueres Berechnen der Heizlast (= die zum Aufrechterhalt einer bestimmten Raumtemperatur notwendige Wärmezufuhr). Weiter können über die Software auch Lüftungsleitungen und Elektroleitungen visualisiert und berechnet werden. Die Software stellt das erfasste Gebäude als BIM (Building Information Modeling) oder CAD (Computer Aided Design) dar. Die Leitungen werden zuerst in 2D-Linien gezeichnet und später in 3D abgebildet. Dadurch können Materialermittlungen (Rohrdimensionen, Dämmungsstärken, etc.) erfolgen, Berechnungen erstellt und Schnitte/3D-Ansichten generiert werden, was Kollisionen und spätere Planungsfehler vorbeugt. Zudem bietet ein Herstellerkatalog noch weitere detailliertere Angaben zu Produkten. Mit diesen ist es möglich, Druckverluste und Massen zu ermitteln, welche für die zukünftige Ausschreibung (=Angebotsaufforderung für gewünschte einzelne Leistungen) wichtig sind.
- Die Rußhütte, Freudenstadt
Handwerkskunst im Forbachtal. Nur noch zwei erhaltene Gebäude dieser Art sind Zeugen eines aufwändigen Herstellungsprozesses des 19. Jahrhunderts. Durch das Verbrennen beziehungsweise Verschwelen von harzhaltigen Baumbestandteilen (z.B. Nadelholzzapfen oder Reisig) wurde Ruß gewonnen, der zur Herstellung von Ofen- und Lederpflegemitteln, Ölfarbe, Druckerschwärze oder Tusche verwendet wurde. Im Rahmen eines Straßenbauprojekts soll die Rußhütte innerhalb von Freudenstadt versetzt, und Teil der Landesgartenschau 2025 werden. Diese findet ab Mai 2025 im Forbachtal zwischen Freudenstadt und Baiersbronn statt. Bisher wurde das Gebäude freigeräumt, der Bestand aufgenommen, die Dachstuhl-Konstruktion vorläufig gesichert und alle Schäden dokumentiert. Nun gilt es, eine Konzeption für die Versetzung des Gebäudes, auch Translozierung genannt, zu entwickeln und eine mögliche Nachnutzung zu finden. Besonders an diesem Translozierungs-Projekt ist, dass die Rußhütte auch nach dem Versetzten ihren Denkmal-Status behalten soll und weiterhin als Zeugnis der Zeit ihre Geschichte erzählen kann. Auch die Art der Translozierung ist in diesem Fall sehr speziell: Das Mauerwerk der zweischaligen Außenhülle muss Stein für Stein abgebaut und am neuen Ort nach historischem Vorbild wieder neu aufgebaut werden. Das über 150 Tonnen schwere Sandstein-Gewölbe im Erdgeschoss muss ebenso auf diese Weise versetzt werden. Am neuen Standort soll die Rußhütte in die laufende Planung der Gartenschau mit eingebunden und Teil der Ausstellung werden. Ein beinahe vergessenes Kulturdenkmal und Handwerksgebäude bekommt somit nach Jahrzehnten wieder eine wichtige Rolle in der aktuellen Stadtentwicklung.
- Nachbericht zum „Tag des offenen Denkmals®“ 2023
Specht`sches Haus, Eppingen. Der gestrige „Tag des offenen Denkmals®“, der unter dem diesjährigen Motto „Talent Monument: Vorhang auf für alle Denkmal-Talente!“ wieder bundesweit stattfand, hat mehrere Millionen Besucher angezogen, das teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit. Rund 5500 Denkmale, die vielfach nur für diesen Tag ihre Tore aufschlossen, gab es zu entdecken. So auch unser diesjähriger Standort: Das sogenannte „Specht´sche Haus“ in der Altstadtstraße in Eppingen. Das Gebäude gilt als repräsentatives Fachwerkhaus der Renaissance und hat hohen dokumentarischen Wert als Beispiel für eines von der gehobenen Schicht erbauten Hauses. Unser Informationsstand war lückenlos sehr gut besucht, und unser Team stand allen Interessierten Rede und Antwort. Rund 150 Besucher haben an unsere Führungen teilgenommen und sich von unseren Architekten und Bauleitern einen Einblick in unsere denkmalpflegerische Arbeit geben lassen. Wir möchten uns bei allen Besuchern für das große Interesse bedanken und hoffen, dass wir Sie mit unserer Leidenschaft für denkmalgeschützte Gebäude und deren Erhalt anstecken konnten. Zudem möchten wir uns auch bei unseren Mitarbeitern und den Unterstützern vor Ort bedanken, ohne die dieses Event nicht so erfolgreich geworden wäre.
- Reminder „Tag des offenen Denkmals®“
Sonntag, den 10. September 2023. Kommenden Sonntag ist es wieder soweit: Der „Tag des offenen Denkmals®“ findet am 10. September 2023 unter dem Motto „Talent Monument – Vorhang auf für alle Denkmal-Talente” statt. Auch dieses Jahr freuen wir uns sehr auf diesen besonderen Tag, wenn wir das sogenannte Specht´sche Haus in der Altstadtstraße 11 in Eppingen öffnen werden. Das dreigeschossige Fachwerkhaus in Ecklage, wurde um 1555 erbaut. Das Wohngebäude weist einen hohen dokumentarischen Wert im historischen Zentrum der Altstadt Eppingen auf. Unsere Architekten und Bauleiter zeigen bei den Führungen, wie wir Denkmalschutz und historische Bausubstanz mit moderner Nutzung verbinden und somit die Geschichte des Gebäudes weiterschreiben. Die Anmeldung zu den Führungen (die Teilnehmerzahl pro Rundgang ist begrenzt) beginnt am Sonntag, den 10.09.23, um 10 Uhr vor Ort an unserem Infostand. Die erste Führung beginnt um 11 Uhr, die letzte um 16 Uhr. Bitte achten Sie auf festes Schuhwerk. Wir freuen uns sehr, Sie in Eppingen begrüßen zu dürfen!
- Ein Geschenk an die Nachwelt
Zeitkapsel in der Altstadtstraße in Eppingen. Bei den Restaurierungsarbeiten in unseren Objekten, finden wir immer wieder erfreuliche Reliquien und Gegenstände aus der Vergangenheit, die von den Bewohnern teils bewusst, teils unbewusst zurückgelassen wurden. So wollen auch wir etwas für die Nachwelt hinterlassen und haben deshalb eine Zeitkapsel in der Altstadtstraße in Eppingen eingesetzt. In dieser befinden sich baurelevante Unterlagen, wie Pläne des Gebäudes, ein Foto und ein Brief der Bauherren und noch vieles mehr. Die Kapsel wurde im Fußbodenaufbau des zweiten Obergeschosses integriert. Bald werden im Gebäude alle Fußböden geschlossen sein und die Kapsel ruht dort, bis die nächste große Restaurierung ansteht.
- Tag des offenen Denkmals
Sonntag, den 10. September 2023. Bereits in Kürze ist es wieder so weit: Der „Tag des offenen Denkmals®“ findet am 10. September 2023 unter dem Motto „Talent-Monument ” statt. Zu diesem Anlass werden wir das sogenannte Specht´sche Haus in der Altstadtstraße 11 in Eppingen öffnen. Das dreigeschossige Fachwerkhaus in Ecklage, wurde um 1555 erbaut. Das Wohngebäude weist einen hohen dokumentarischen Wert im historischen Zentrum der Altstadt Eppingen auf. Mit Freude planen wir Führungen durch das Gebäude welche sich der Thematik „Modernes Leben in alten Mauern“ widmet. Unsere Architekten und Bauleiter erläutern während dessen anhand des Specht´schen Hauses, wie wir Denkmalschutz und historische Bausubstanz mit moderner Nutzung verbinden und somit die Geschichte des Gebäudes weiterschreiben. Die Anmeldung zu den Führungen (die Teilnehmerzahl pro Rundgang ist begrenzt) beginnt am Sonntag, den 10.09.23, um 10 Uhr vor Ort an unserem Infostand. Die erste Führung beginnt um 11 Uhr, die letzte um 16 Uhr. Bitte achten Sie auf festes Schuhwerk. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!
- Effiziente Rohrbefahrung und Kanalisierung für Bestandsgebäude
Unsere technische Abteilung im Haus übernimmt neben der Leitungsplanung und Komponentenauslegung auch die Rohrbefahrung. Mithilfe einer speziellen Kamera können wir den genauen Verlauf von Leitungen sowie deren Zustand, Größe und Material ermitteln. Dies ist wichtig, da etwa 85% unserer Projekte Bestandsgebäude sind, welche bereits an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen sind. Solche Gebäude sind beispielsweise Schlösser, ehemalige Wohnhäuser und Gaststätten. Häufig sind die Abwasserschächte und Leitungen in einem sehr schlechten Zustand oder zu klein dimensioniert. Trotzdem ist unser Ziel, so viele Grundleitungen wie möglich wiederzuverwenden, um nachhaltig Zeit und Eingriffe in den öffentlichen Raum zu minimieren. Für die Kanalbefahrung werden mehrere Komponenten benötigt, wobei die Wichtigste die Kamera mit Schiebekabel (mit einer Länge von bis zu 30 Metern) ist. Ein Display ermöglicht es, die Befahrung in Echtzeit zu verfolgen und zusätzlich Bilder und Sprachaufzeichnungen zu machen. Zum Zubehör, gehört auch ein sogenannter „Explorer“, welcher den Kamerakopf exakt orten kann, wodurch ein gezielter Eingriff in den Bestand erfolgen kann.
- Barbara Saebel MdL zu Besuch bei JaKo
Vergangenen Freitag durften wir Barbara Saebel vom Bündnis90/Die Grünen im Rahmen ihrer Sommertour bei uns willkommen heißen. Seit 2016 ist sie Abgeordnete im Landtag von Baden-Württemberg. Als denkmalpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion liegen ihr Themen wie Ressourcenschonung und traditionelle Handwerkstechniken genauso sehr am Herzen wie uns. Auf der Tagesordnung stand ein Besuch im ehemaligen Gasthaus Ochsen, welcher nach erfolgreicher Restaurierung bereits im September das Rathaus und eine Bäckerei beherbergen wird. An diesem Beispiel konnten wir aufzeigen, dass die Themen „Energiewende“ und „Denkmalpflege“ keine Widersprüche darstellen, sondern bei kluger Durchführung durchaus nachhaltige Lösungen in punkto Energieversorgung und Beheizung bieten können. Anschließend bekam die Sprecherin der Fraktion GRÜNE für Kulturliegenschaften des Landes Baden-Württemberg und Zuständige für den Bereich Denkmalschutz, eine Einführung in das Thema wie mit Hilfe von Druckluft Strom gespeichert werden kann. Erläutert wurde dies an einem Prototypen, welcher in unserer JaKo-Restaurierungshalle aufgebaut ist. Das besondere dieses Energiespeichers ist der hohe Wirkungsgrad als Strom-, Wärme- sowie auch als Kältespeicher. In dem von JaKo Baudenkmalpflege entwickelten Projekt „Adlerareal Eutingen“ wird dieser Druckluftspeicher als Komponente eingebaut und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Gemeinsam mit weiteren Partnern wird dieses Vorhaben umgesetzt und wir freuen uns darauf, dass wir einen Beitrag zur Energiewende leisten dürfen, getreu unserem Motto: „Träume bewahren. Großes bewegen“.
- Bergfried und gotisches Steinhaus, Schloss Liebenstein, Neckarwestheim
Die Restaurierungsarbeiten sind abgeschlossen. Die Restaurierungsarbeiten am Bergfried und am gotischen Steinhaus sind seit Anfang Sommer abgeschlossen. Nun sind die beiden Gebäude wieder gut gewappnet für die kommenden Jahrzehnte. Betrachtet man die Luftbildaufnahmen, bietet sich ein beeindruckendes Bild des Gesamtensembles „Schloss Liebenstein“, wessen Gebäude aus dem 13. bis 16. Jahrhundert stammen. Eine historische Ansicht aus dem 17. Jahrhundert, zu finden im sogenannten Kieserschen Forstlagerbuch von 1684, zeigt den ursprünglichen Zustand des Schlosses. Ein Vergleich mit der heutigen Struktur zeigt anschaulich den Verlust mehrerer Gebäude über die Jahrhunderte hinweg. Die durchgeführten Restaurierungsarbeiten am Bergfried und dem gotischen Steinhaus dienen nicht nur der Stabilisierung und Wetterbeständigkeit der noch vorhandenen Teile, sondern bewahren auch die Spuren der verschwundenen Bauten. Ursprünglich war der Bergfried nicht als freistehender Turm konzipiert, sondern war von beiden Seiten angebaut. Die erhaltenen Anschlussstellen dieser Strukturen, wie Mörtelanböschungen, Innenputze und Balkenlöcher, wurden sorgfältig bewahrt, wodurch der ursprüngliche Zustand des Bergfrieds bei genauer Betrachtung wieder "lesbar" wird. Es erfüllt uns mit Freude, einen Beitrag zur Erhaltung dieses herausragenden Baudenkmals geleistet zu haben! Fotos: Rack Fotografie Grafik: gemafrei
- Lossprechungsfeier bei JaKo
Glückwunsch an all unsere Prüflinge. Vergangenen Freitag wurde im Hause JaKo gefeiert! Unsere 12 Prüflinge, Auszubildende aus den technischen, gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungsberufen, wurden an diesem Tag für ihre abgeschlossenen Ausbildungen mit einer eigenen kleinen Lossprechungsfeier gewürdigt. Nach persönlichen Worten Ihrer Ausbilder und einer Rede der Geschäftsleitung, bekamen unsere Schützlinge ihren JaKo-Ausbildungsbrief überreicht. Anschließend stieß man gemeinsam auf die großartigen Leistungen an und ließ die Feier mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen. Wir gratulieren unseren ehemaligen Auszubildenden von ganzem Herzen! Wir sind sehr stolz auf jeden einzelnen von Euch!
- Bauopfer
Relikte vergangener Zeiten. Was heute als Aberglaube gilt, war bis ins späte Mittelalter echte Überzeugung der Menschen, die in einem tief verankerten Glauben lebten. So wie eine schwarze Katze als Pechbote galt und ein Hufeisen Glück brachte, so glaubten die Erbauer eines neuen Gebäudes daran, dass ein dargebrachtes Opfer den Neubau und seine Bewohner vor Unheil oder Dämonen schützt. Dafür wurde häufig ein lebendes Wesen oder ein geeigneter Gegenstand geopfert und in einem konstruktiven Bauteil deponiert, welches später nicht mehr zugänglich war. Auch bei unseren (Gesamt-)Restaurierungsprojekten sind wir schon das ein oder andere Mal auf Bauopfer gestoßen. Aktuell haben wir im Fuggerschloss in Boos – über die geplante Gesamtrestaurierung des ehemaligen Schlosses haben wir bereits berichtet – ein gut erhaltenes Bauopfer entdeckt. Bei der Schadenskartierung des Holztragwerks wurden einige Bretter entfernt und wir sind auf ein bisher verborgenes ca. 60cm großes Hundeskelett gestoßen. Gefunden wurde das Bauopfer im ehemaligen Bräuhaus im 1. Dachgeschoss zwischen den Holzbalken. Das Bräuhaus wurde vermutlich 1687 errichtet. Im laufe der Zeit gab es im Erd- und Obergeschoss mehrere Umbauten, das Dach wurde jedoch nicht verändert, so dass es noch seinen bauzeitlichen Zustand besitzt und das Hundeskelett über 300 Jahre unentdeckt blieb. Quelle: Scherb Rainer: Bauopfer. Johannesberger Arbeitsblätter.
- Besuch im Hause JaKo
Am Dienstagnachmittag durften wir die jungen Senioren der Vollmer Werke bei uns in Emishalden willkommen heißen. Nach der Begrüßung führte Bernd Jäger die Besucher über unser Firmengelände, vorbei an unserer Josefskapelle durch unsere Restaurierungshalle und anschließend in unsere Werkstatt. Auch bei diesem Rundgang lag der Fokus auf unseren Geschäftsbereichen Restaurierung, Translozierung und Gesamtrestaurierung. Die Besucher bekam einen kleinen Einblick, wie wir modernste Technologien, innovatives Denken und traditionelle Handwerkskunst im Bereich der Denkmalpflege kombinieren, um die Zeugnisse geschichtlicher Baukunst, die ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur sind, zu erhalten und wieder nutzbar zu machen. Abgeschlossen wurde die Führung in unserem Büroneubau mit einer kurzen Präsentation einzelner Projekte, die besonders repräsentativ für uns sind und einer kleinen Stärkung.
- St. Andrésches Schlösschen in Kochendorf, Bad Friedrichshall
Das St. Andrésche Schlösschen ist ein im Jahr 1710 erbauter Herrensitz der Freiherren von Saint-André in Kochendorf, einem Stadtteil von Bad Friedrichshall. Es ist ein eingetragenes Kulturdenkmal und steht unter Denkmalschutz. Durch kontinuierlichen Wassereintritt im Traufbereich wurden über die Jahre die Fußpunkte der Sparren zerstört. Um die Tragfähigkeit des Gebäudes zu erhalten, wurden sporadisch statische Ertüchtigungen aus Stahl eingebaut. Wir sind nun beauftragt worden, diese Stahlelemente zu entfernen und das Holztragwerk zu restaurieren. Ziel dabei ist es, den historischen Zustand des Daches wiederherzustellen. Besonderes Augenmerk wird auf die Wiederherstellung der ursprünglichen Holzverbindungen gelegt. Wir verwenden Schnittholz, in der entsprechend verbauten Holzart und ergänzen die zerstörten Holzbauteile durch neues tragfähiges Material, sodass keine zusätzlichen statischen Stahlbauteile mehr benötigt werden.
















